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Ray Ozzie leitet seine Amtszeit beim Softwarekonzern mit dem ambitioniertesten Schritt in der jüngeren Firmengeschichte ein.
Microsoft steht vor einem Wandel seiner Unternehmensstrategie und neuen Herausforderungen. Unter dem Aspekt des Wandels vom reinen Desktop-Betriebssystemhersteller hin zu Webservices und Thinclients muss man auch die Ankündigung des neuen “Live Mesh” sehen.
Das ambitionierteste Projekt
“Live Mesh” stellt zu Beginn der Amtszeit von Ray Ozzie, der die Nachfolge von Bill Gates antritt wohl das ambitionierteste Projekt von Microsoft in der jüngeren Vergangenheit dar. Es handelt sich bei “Live Mesh” um ein webbasierendes Software- und Data-Storage-System. Der Grundgedanke dabei war die Unterschiede zwischen Software, die unter Windows-Betriebssystemen läuft, und Anwendungen im Netz oder auf mobilen Geräten zu vermindern.
“Cloud Computing”
Live Mesh ist Microsofts später Einstieg in den rasch wachsenden Markt des so genannten “Cloud Computing”. Der Terminus Technicus beschreibt den fortschreitenden Wechsel von Applikationen weg vom PC hin zu zentralisierten Datacentern, die über das Internet zugänglich sind. Unternehmen wie etwa Amazon, Google, Salesforce und unzählige andere bauen Computerzentren in welche die Datenverarbeitung von Unternehmen ausgelagert werden soll. Unternehmen sollen diese Dienste einfach anmieten können.
Strategiewandel
Die Vorstellung von “Live Mesh” stellt einen signifikanten Wandel in Microsofts Strategie dar. Ray Ozzie hat damit seinen Weg in eine andere Richtung eingeschlagen, als sein Vorgänger Bill Gates vorgelaufen war. “Das Web ist der Nabel unseres sozialen und Endgeräte-Netzes”, so Ozzie. Microsoft stellt damit nun nicht mehr den PC, sondern das Internet in den Mittelpunkt seiner Überlegungen.
Software plus Services
Microsoft nennt seine Strategie nun “Software plus Services”. Die neue Vision lautet web-basierende Anwendungen zu entwickeln, die sowohl im wirtschaftlichen Umfeld, wie auch für die Unterhaltung genutzt werden sollen. Diese Applikationen können dann auch an andere Endgeräte und nicht mehr nur an den PC gebunden sein - etwa Microsoft Xbox-Spielekonsole oder den Zune-Musikplayer.
Keine Einzelgerätewelt
Von Microsoft war immer öfter zu hören, dass in Zukunft nicht ein einzelnes Gerät den web-orientierten KonsumentInnenmarkt dominieren wird, sondern eine ganze Sammlung von Devices, die ineinander greifen. “Live Mesh” soll in einem öffentlichen Test noch in diesem Jahr verfügbar gemacht werden. Microsoft vermeldete, dass zunächst Endgerät mit Windows XP und Mobile unterstützt würden, dann Mac-Computers und andere mobile Endgeräte. Fünf Gigabyte kostenloser Onlinespeicher sind in den Paketen ebenfalls inkludiert.
Tags: Amazon, erstandard.at, Golem.de, Google, Live Mesh, MicrosoftVerwandte Artikel
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